29. Sonntag im Jahreskreis

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,
du bist unser Herr und Gebieter.
Mach unseren Willen bereit,
deinen Weisungen zu folgen,
und gib uns ein Herz, das dir aufrichtig dient.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Foto: (c) Michael Lucan | www.pixelio.de
Foto: (c) Michael Lucan | www.pixelio.de

Kein Gebet für aufrechte Demokraten.

Habe ich mir denn Gott, den Allmächtigen, als Herrn und Gebieter gewählt?

Und wenn ich es getan habe, heißt das dann, dass er über meinen Willen und über mein Herz verfügen kann?

Und dann: damit ich ihm diene? Wie unpassend ist das denn?

Kein Gebet für aufrechte Demokraten im 21. Jahrhundert!

Ich muss schon meinen Kopf einschalten: der allmächtige Gott sagt von sich, dass er die Liebe ist. Nur dann hat das Gebet Sinn.

Liebe knechtet nicht. Liebe bricht keinen Willen. Liebe treibt im Herzen keinen Unfug. Und es gibt Schlimmeres, als der Liebe zu Diensten zu sein.

 

Nachbemerkung

In diesem Kirchenjahr orientiert sich das „Wort zum Sonntag“ an den jeweiligen Tagesgebeten.

Diese Gebete haben immer die gleiche Struktur:

Sie beginnen mit einer Gottesanrede und machen eine Aussage über ihn, die sich an der Heiligen Schrift oder der Tradition der Kirche orientiert. Dann ist im Gebet eine Bitte formuliert, die das Leben der Gläubigen hervorbringt. Jedes Tagesgebet schließt mit einer trinitarischen Formel: an Gott, den Vater, durch Jesus Christus, im Heiligen Geist.
Fällt ein Hochfest der Heiligen oder ein anders Hochfest auf den Sonntag, das diesen verdrängt, so greift das Gebet einen Gedanken aus dem Leben des Heiligen oder des Festes auf.