Dreifaltigkeitssonntag

Eröffnungsvers

Gepriesen sei der dreieinige Gott:
der Vater und sein eigeborener Sohn
und der Heilige Geist;
denn er hat uns sein Erbarmen schenken.

Foto: (c) M.E. | www.pixelio.de

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Der heutige Sonntag kreist um das Geheimnis der Dreifaltigkeit: ein Gott in drei Personen.

Ein Gott, drei Personen? Ein Wesen.

Die Begriffe stammen von den Philosophen. Die Theologen haben ein großartiges Gedankengebäude errichtet, um sich dem Geheimnis Gottes anzunähern.

Dem Beter ist all das vertraut, weil er seine Gebete beginnt und abschließt: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wer den Rosenkranz oder die Psalmen im Stundengebet betet, dem ist das „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist …“ wohl vertraut.

Die christliche Ikonographie, die Bildersprache kennt mehr oder weniger gelungene Darstellungen der einzelnen göttlichen Personen: den gekreuzigten Jesus, die Taube als Symbol des Geistes, das Dreieck als Hinweis auf den Vater.

Für die Dreifaltigkeit hat sich der sog. Gnadenstuhl herausgebildet.

Versuche, mehr oder weniger gelungen.

Annäherungsversuche an den geheimnisvollen Gott, an den Verborgenen.

Ob es nicht manchmal hilfreicher wäre, sich des Bilderverbotes der Thora zu erinnern? „Du sollst Dir (von Gott) kein Bild machen!“

Du sollst ihn anbeten, ihn loben, ihm die Ehre erweisen. Aber dir ein Bild machen?

Spannend.

 

 



Nachbemerkung

In diesem Kirchenjahr orientiert sich das „Wort zum Sonntag“ an den jeweiligen Eröffnungsversen.

Diese Verse, die sich an biblischen Texten orientieren, sind in der Geschichte der Kirche immer wieder vertont worden. Im Choralamt greift der "Introitus", der Gesang zum Einzug, diesen Vers auf.