Bistum bittet mögliche Betroffene, sich zu melden


Münster (pbm/sk). In gleichlautenden anonymen Briefen, die an drei Pfarreien im Bistum Münster versandt wurden, werden Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen einen verstorbenen Priester A. des Bistums Münster erhoben. Die Schreiben gingen an die Pfarreien in Issum-Sevelen, Kevelaer-Winnekendonk und Kranenburg-Frasselt.  Unter anderem an diesen Orten war der Priester eingesetzt. Den Schreiben waren Fotos beigefügt, die zeigen, dass am Grab des Priesters Hinweisblätter auf den Missbrauch angebracht wurden.   

Weder zu seinen Lebzeiten gab es Hinweise noch ergeben sich solche aus seiner Personalakte auf einen sexuellen Missbrauch.

Der betreffende Pfarrer A. wurde 1961 zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Werne, St. Konrad (1961-1964), in Emmerich, Liebfrauen (1964-1967), in Issum-Sevelen, St. Antonius (1968-1973). 1967 bis 1968 war er Militärpfarrer in Altahlen/Heessen. Pfarrer war er in Nordkirchen, St. Mauritius (1973-1984), in Kevelaer-Winnekendonk, St. Urbanus (1984-1988) und in Kranenburg-Frasselt, St. Antonius (1988-1993). Danach trat er in den Ruhestand.

Sollte es weitere Betroffene geben – es haben sich bereits Betroffene gemeldet  – bittet das Bistum diese, sich bei den Ansprechpersonen für Verfahren bei Fällen sexuellen Missbrauchs zu melden. Kontakt: Bernadette Böcker-Kock: 0151-63404738; Bardo Schaffner: 0151-43816695.

Rückfragen zur Pressemitteilung beantwortet die Bischöfliche Pressestelle in Münster.