Paulus und Lydia (Foto STK)Das Christentum kommt von Asien nach Europa.
Einer, der in der heutigen Türkei geboren wurde, trägt dafür die Verantwortung.

Das wollen heute bestimmt einige Leute gar nicht hören. Ein Türke bringt das Christentum nach Europa.

Gut, damals gab es noch keine Türkei.

Tarsus war eine Stadt des römischen Reiches. Und Paulus stammt aus dieser Stadt. Vom Geist Gottes geführt kommt er ins heutige Griechenland, in die Nähe von Kavala bei Thessaloniki. (vgl. Apg 16,11-15) Paulus und seine Begleiter hören von einer Gebetsstätte an einem Fluss. Am Sabbat machen sie sich dahin auf den Weg.

Sie treffen dort auf eine besondere Frau: sie hat ein offenes Herz. Das ist kein medizinisches Problem, sondern eine Grundvoraussetzung für den Glauben. Darauf hat schon der Prophet Ezechiel hingewiesen, der klar gemacht hat, dass Gott mit einem Herz aus Stein nichts anfangen kann. Wenn du an der Stelle eines Herzens einen Stein in der Brust hast, dann ist mir dir nicht viel anzufangen; dann klappt’s nicht mit der Gottes- und Nächstenliebe. Du brauchst ein Herz von Fleisch. Und ein Herz, das offen ist.

Offen für die Worte, die er andere zu dir spricht. Offen für die Botschaft, die diese Worte transportieren. Offen für den Menschen, den sie bezeugen: Jesus Christus, Gottes Sohn.

Lydia, die Purpurhändlerin aus Thyatira, ist so eine Frau. Eine besondere Frau. Sie hat in ihrer Brust ein Herz von Fleisch, ein Herz, das offen ist. Sie wird die erste Christin Europas.

Wie gut, dass sie ein offenes Herz für die Botschaft hat, die Paulus verkündet. Wenn Gottes Wort auf ein offenes Herz trifft, dann trägt das immer gute Früchte.

Stefan Keller (Text & Bild)

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