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Einfach mal alles auf sich zukommen lassen. Abwarten, was passiert. Nicht wirklich meine Schokoladenseite. Aber manchmal hilft es nichts. Ich kann die Dinge nur auf mich zukommen lassen. Was mir dabei meistens hilft: Das Beten. Einfach in Gott vertrauen, dass die Dinge gerichtet werden – und zwar zum Guten hin für alle Beteiligten. Auf sich zukommen lassen, war wahrscheinlich auch die Einstellung der Jünger aus dem heutigen Evangelium (Matthäus 10,7-15). Sie sollten sich auf den Weg machen. Ohne besondere Vorbereitungen zu treffen. Wohin sie gehen? Das wird ihnen der Geist Gottes eingeben. Was sie dort erleben? Wissen sie nicht. Auch die Jünger vertrauen einfach in Gott und machen sich auf den Weg. Ich glaube: Ich kann noch viel von Ihnen lernen.

Volker Mengeringhausen

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Unterwegs im Auftrag des Herrn. Diesen Aufkleber hatte ein Vikar aus meiner Heimatgemeinde auf seinem Kofferraum. Klare Aussage: Er ist im Auftrag Gottes unterwegs. Den Auftrag, im Namen Gottes unterwegs zu sein, erhalten die Jünger im heutigen Evangelium (Matthäus 10, 1-7). Sie sollen Jesu Botschaft weitertragen und sich um die Menschen kümmern. Für die Jünger in der damaligen Zeit wohl einfach. Heute merke ich, dass es für mich manchmal schon schwer zu erkennen ist, welchen Auftrag ich im Namen des Herrn erledigen soll. Hier wünsche ich mir manchmal mehr Deutlichkeit – es würde einiges leichter machen.

Volker Mengeringhausen

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Als ich noch im Wald tätig war, war die Holzernte die stressigste Zeit. Ganz viele Bäume musste in kürzester Zeit gefällt werden. Alles aufarbeiten, damit die Fristen eingehalten werden. Manchmal haben wir uns mit zwei Arbeitsgruppen zusammengetan. Dann ging es schneller und wir waren sehr effektiv. „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Matthäus 9, 37+38), heißt es im heutigen Evangelium. Gerade in der jetzigen Zeit hilft das Zusammentun. Der Austausch mit den Kollegen. Egal ob per Telefon oder Videochat. Denn: Wir stehen alle vor dem gleichen Coronaproblem. Ich habe aber auch gemerkt: Wenn ich mich an den Herrn gewandt habe, hat er mir Hilfe gesendet. Ich versuche, weiter auf Gott zu vertrauen und ihn um Hilfe zu bitten. Meistens klappt es.

Volker Mengeringhausen

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Bevor ein Fußballspieler wechselt, wird er von einem Verein umworben. Wenn das Angebot passt, wechselt er. Vom umwerben spricht auch die heutige Lesung (Hosea 2, 16.17b-18.21-22). Hier umwirbt Gott sein Volk Israel. Er will gut für sein Volk sorgen. Es muss sich keine Sorgen machen. Es hat geklappt. Gott ist auch heute noch an unserer Seite. Begleitet uns auf den verschiedensten Wegen, die wir gehen. Es gibt aber auch einen Unterschied: Ein Spielervertrag endet irgendwann. Anders ist es bei meinem Gott: Den Vertrag, den er mit mir geschlossen hat, gilt nicht nur mein Leben lang – sondern auch darüber hinaus.

Volker Mengeringhausen

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Einfach mal loslassen. Manchmal wünschte ich mir, es wäre so einfach. Ich bin ein Mensch, der Sicherheit braucht. In der Luft hängen ist nicht meine Art. Das kann ich nur schwer aushalten. Auf der anderen Seite ist da die Zusage Jesu: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele“ (Matthäus 11, 28+29).“ Hört sich einfach an. Zu Jesus kommen. Ist aber gar nicht so leicht. Ich bin eben nicht der Mensch, der alles beruhigt auf sich zu kommen lässt. Ich merke schnell: Manchmal muss ich Situationen aushalten, die nicht direkt geklärt werden können. Für mich jedes Mal neu eine Herausforderung. Vielleicht kann es mir gelingen, mit den Worten Jesu etwas besser solche Situationen durchzuhalten und damit umzugehen. Denn ich darf gewiss sein: Gott ist bei mir und steht mir an der Seite – gerade dann, wenn ich mühselig und beladen unterwegs bin.

Volker Mengeringhausen

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„Das war schon immer so!“

„Alles muss bleiben, wie es ist!“

„Wo kämen wir denn da hin?“

„Ich will so bleiben wie ich bin!“

Supertanker haben lange Bremswege.

Die katholische Kirche ist eine große Institution, ein erratischer Block, da bewegt sich nichts.

Dabei hat Jesus gesagt: Neuer Wein gehört in neue Schläuche! (vgl. Mt 9,14-17)

Was braucht es für eine Veränderung, eine Erneuerung?

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Zur richtigen Zeit die richtige Frage gestellt. Und dann geht es in der Runde richtig gut weiter. Weil sich alle auf die Suche nach einer Antwort machen.

Die Frage weist die Richtung. Und am Ende sind alle am Ziel, weil sie ein gemeinsames Ergebnis gefunden haben.

Heute wird in der katholischen Kirche der Apostel Thomas gefeiert. Den kennen, den nennen viele „den Zweifler“, weil er nach Ostern nicht sofort mit den anderen „Halleluja“ gesungen hat, sondern sich selbst ein Bild vom Auferstandenen machen wollte. Er war nämlich nicht dabei, als die anderen Apostel den Auferstandenen gesehen hatten. ‚Wenn ich ihn nicht sehen, wenn ich ihn nicht berühren kann, glaube ich nicht.‘ Thomas, der Zweifler.

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Kinder bewegen.

Auch Erwachsene.

Eine Schwangere macht sich auf den weiten Weg zu einer anderen Schwangeren. Maria geht zwei Tage lang, bis sie bei ihrer Verwandten Elisabeth ist.

Vielleicht hat Maria gedacht: ‚Elisabeth ist schwanger! Da muss ich hin. Sie ist schon so alt, dass sie eigentlich nicht mehr Mutter werden kann. Ein kleines Wunder, das lohnt den Weg.‘

Dort angekommen wundert sich Elisabeth noch viel mehr, dass Maria kommt. Bei der Begrüßung durch Maria regt sich in Elisabeths Leib das Kind. Sie denkt sich: ‚Hier geschieht gerade etwas Großartiges‘. Und sie hebt es ins Wort: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,43).

Elisabeth wird Mutter jenseits des Alters, in denen Frauen Mutter werden. Ein kleines Wunder.

Maria ist Mutter durch das Wirken Gottes. Ein großes Wunder.

Eine wunderbare Begegnung. Und die beiden schwangeren Frauen kosten sie weidlich aus. Drei Monate lang.

Stefan Keller

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Für mich ist das eine der surrealsten Szenen des Neuen Testamentes (Mt 8,28-34): eine ganze Schweineherde rennt wie besessen einen Hang hinunter und stürzt sich in einen See und ertrinkt. Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn dieses Evangelium verkündet wird.

Die Szene gehört in eine Heilungserzählung. Menschen, von Dämonen besetzt, werden von den bösen Geistern befreit; damit sie nicht neue menschliche Opfer finden, fahren sie in die nächsten Lebewesen, die grade zur Verfügung stehen, eben die Schweine.

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„Als das Unglück passiert ist, da hat Gott wohl geschlafen.“

Ich erinnere mich noch an diese Aussage eines Angehörigen vor Jahren im Fernsehen. Warum hat Gott es nicht verhindert? Warum hat er nicht eingegriffen? Leid abgewandt. Das Leben geschützt?

Im Evangelium heute (Mt 8,23-27) finden sich die Jünger Jesu in einer bedrohlichen Situation wieder: ein offenes Boot auf einem stürmischen Gewässer, hohe Wellen, starker Wind, Wasser, das ins Boot schlägt. Und Jesus schläft. Seelenruhig, tief und fest.

Zwei Typen!

Echte Typen! Männer mit Charakter.

Der eine aus der Stadt, der andere vom Land. Der eine „ein Studierter“, der andere Fischer. Der eine weltgewandt, der andere ein bisschen provinziell. Charisma schreiben sie dem Einen zu, das Amt dem Anderen.

Paulus und Petrus.

Beider Fest wird in der katholischen Kirche an einem Tag gefeiert.

So unterschiedlich die beiden sind, sie stehen bedingungslos und engagiert zu Jesus, dem Gekreuzigten.

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Gastfreundschaft!

Da fällt mir als erstes ein: Orient, Beduinen, schwarze Zelte im Wüstensand, Kamele am Brunnen, bunte Teppiche, Reis und Lamm zu essen und exotische Früchte, Zimbelklang und Tanz…

Romantik pur. Vielleicht habe ich zu viel Karl May gelesen.

Gastfreundschaft!

In der Bibel ist Gastfreundschaft häufiger Thema. So auch an diesem Sonntag. In Schunem lädt eine vornehme Frau den Propheten Elischa ein, bei ihr einzukehren. Dem Propheten gefällt es gut, er kommt gerne wieder. Die vornehme Frau lässt ihm sogar ein eigenes Gästeappartement auf ihrem Grundstück errichten.

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Sich klein fühlen. Einen zentralen Satz des heutigen Evangeliums (Matthäus 8, 5-17) sagen wir in jeder Eucharistiefeier. Ein Hauptmann bittet Jesus seinem Diener zu helfen. Jesus will es gerne tun. Der Mann ist überrascht. Antwortet: „Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“

Im Gottesdienst bekunden wir mit fast den gleichen Worten unseren Glauben. Der Priester hebt die Hostie. Spricht die Worte: „Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt.“ Die Gemeinde kniet und antwortet: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Wenn ich kniee, fühle ich mich schon klein. Die Menschen sind größer als ich. Danach darf ich aber groß werden. Ich darf stehend die Kommunion empfangen. Für mich jedes Mal ein tolles Gefühl. Ich bin nicht mehr klein, sondern fühle mich auf einmal ganz groß. Denn: Gott kommt selbst zu mir und hilft mir, dass ich ganz groß bin.

Volker Mengeringhausen

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Abschied nehmen. In diesen Tagen darf ich in den Grundschulen zu Gast sein. Die Viertklässler verlassen die Grundschule. Verabschieden sich nach vier Jahren. Wechseln auf die weiterführenden Schulen. In diesen Zeiten ist Gottesdienst feiern mit den Schülern schon komisch. Nicht so wie sonst in der Kirche. Wir gehen in die Schule. Die Frage: Welches Symbol können wir den Schülern mit auf den Weg geben? Wir haben uns für die Hand entschieden.

Die Hand ist gewachsen. Sie hat viel neues gelernt. Die Hand begleitet die Schüler weiter auf ihrem Lebensweg. „Ich habe deinen Namen in meine Hand geschrieben“ heißt es beim Propheten Jesaja. Gott sagt uns zu: Ich bin immer bei euch. Begleite euch auf euren Wegen. Egal was ist: Ich bin bei dir – auch auf deiner neuen Schule. Ich wünsche allen Menschen, für die etwas Neues beginnt, dass sie stets spüren, dass Gott auf ihrer Seite ist und seine schützende Hand über sie hält.

Volker Mengeringhausen

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„Weg von mir“ (Matthäus 7, 23) sagt Jesus im heutigen Evangelium. Er sagt dies im Blick auf die Menschen, die er nicht kennt. Weil sie ihn geleugnet haben.

Weg von mir ist auch das Motto in der Coronazeit. Abstand halten ist das A und O. Ohne geht es nicht. Was ich aber nicht tun darf: Anfangen zu stigmatisieren. Die Menschen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf haben es schon schwer genug. Müssen mit all den Folgen des Fleischskandals leben. Nur damit sich manche die Taschen voll machen, wird an Hygiene und Sicherheit gespart. Unverantwortlich.

Auch wenn Distanz im Moment das Wichtigste ist: Versuchen wir „Weg von mir“ umzusetzen – aber in normalen Rahmen, damit allen geholfen wird.

Volker Mengeringhausen

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Meine Frau hat mir sehr schön gesagt, dass wir Kinder bekommen: Bei Thomas hat sie von uns zwei paar Schuhe nebeneinandergestellt. Gefragt: „Was fehlt denn da noch?“ Zuerst stand ich auf dem Schlauch. Dann habe ich es verstanden. Wir bekommen ein Baby. Bei Markus hat mir Thomas den positiven Schwangerschaftstest gebracht.

Beides sind unvergessene Momente. Ich hab mich riesig gefreut. Wir bekommen Nachwuchs. Eine sehr tolle Sache. Ähnlich hat sich vielleicht auch Zacharias gefühlt. Der Vater von Johannes den Täufer. An ihn denkt die Kirche heute. „Fürchte dich nicht, Zacharias“ (Lukas 5, 13), sagt der Engel als er zu Zacharias kommt. Damals gab es noch keine Schwangerschaftstest. Der Engel verkündet ihm, dass seine Frau ein Kind bekommen wird. Das wünschen sich Elisabeth und er schon lange.

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So wie du behandelst werden willst, behandele auch andere. Ich merke, dass es in der momentanen Zeit mit dem Fair-sein nicht immer einfach ist. Da stört mich etwas und der Botschaftsübermittler bekommt sie drüber – obwohl er für die Situation gar nicht so viel kann.

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen“ (Matthäus 7, 12), heißt es im heutigen Evangelium. Jesus sagt es deutlich: Wenn ich fair behandelt werden möchte, muss ich auch zu anderen fair sein. Dazu gehört auch, dass ich ab und an mal eine Faust in der Tasche machen muss. Aber ich bin überzeugt: Wenn jeder versucht sich die Worte Jesu zu Herzen zu nehmen, dann gelingt es uns, in dieser Zeit einen guten Umgang miteinander zu pflegen.

Volker Mengeringhausen

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Da passiert es mir schon wieder. Ich habe in Gedanken jemanden verurteilt. Egal ob für seine Worte. Oder für etwas was er getan hat. Schnell merke ich: Ich richte über Menschen. Dabei steht mir das gar nicht zu. Auch Jesus fordert uns heute auf nicht zu richten: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“ (Matthäus 7,1).

Eigentlich hat Jesus damit Recht. Ich darf mich nicht zum Richter machen. Aber nicht immer so einfach. Ich glaube, ich werde in der kommenden Zeit mal folgendes versuchen. Anstatt über jemanden zu richten, versuche ich ihn zu segnen. Ich weiß, dass wird nicht ganz einfach werden. Aber ich bin gewiss: Gott sieht, dass ich mich bemühe die Menschen zu segnen. Dazu wird er mir seinen Geist senden, der mich bei meiner Aufgabe unterstützen wird. Ich bin gespannt, ob ich es schaffe.

Volker Mengeringhausen

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Abends soll ich immer unter Thomas Bett schauen. Ob dort Monster zu finden sind. Danach im Flur. „Hab keine Angst. Es sind keine Monster da. Und wenn doch: Ruf mich und ich helfe dir,“ sage ich ihm dann immer. Danach kann das Licht aus gemacht werden und Thomas schlafen.

Fürchtet euch nicht (Matthäus 10, 26), sagt Jesus zu seinen Jüngern. Eine Zusage, die Mut macht. Gott ist an unserer Seite. Begleitet uns. Gibt uns sein Wort und wir können ihm vertrauen. So wie Thomas mir vertraut, dass ich komme, wenn etwas ist, so ist es auch mit meinem Gott: Er ist bei mir und bereit mir zu helfen – egal ob vor Monstern unter dem Bett oder vor schwierigen Situationen im Leben.

Volker Mengeringhausen

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Auch der Mensch hat ein Herz für den Menschen. Maria hat so ein Herz.

Gestern das Herz Jesu Fest. Heute das Gedenken an das Herz der Gottesmutter Maria.

Unter dem Kreuz, mit seinen letzten Worten, hat Jesus seiner Mutter gesagt, sie solle sich um seinen Lieblingsjünger kümmern, wie sie sich um ihn gekümmert hat. Maria hat dieses Wort ernst genommen.

Solange in der Bibel dann noch von ihr die Rede ist, ist sie mit diesem Jünger zusammen, wie sie vorher mit ihrem Sohn zusammen war.

Beim nächsten großen Ereignis nach Tod und Auferstehung Jesu, ist Maria mitten unter den Aposteln: sie ist so etwas wie ein Gründungsmitglied der Kirche. Papst Paul VI nennt sie deshalb: Mutter der Kirche.

Sie liebt die Freunde Jesu, wie eine Mutter ihre Kinder liebt. Sie kümmert sich. Sie tritt für sie ein. Sie hat immer ein offenes Ohr. Sie kann trösten. Darüber können die Kevelaerer ein Buch schreiben.

Dem Menschen Maria liegen die Menschen am Herzen, in Zeit und Ewigkeit.

Stefan Keller

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„Gott hat ein Herz für den Menschen. Jesus ist dieses Herz!“ (Marie Luise Thurmair)

Am dritten Freitag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche eines ihrer Feste.

Sie feiert, dass in Jesus Christus, in seinem Leben, in seinem Reden, in seinem Tun zu Tage tritt, was das innerste Wesen Gottes ist: die Liebe.

Kein anderes Symbol ist so sehr mit der Liebe verbunden wie das Herz.

Im 19. Jahrhundert wussten die Kirchenmaler kein besseres Bild dieser Wirklichkeit zu zeichnen, als auf der Brust Jesu ein brennendes Herz darzustellen.

Jesu Herz ist kein Stein, es ist kein kaltes Herz, sein Herz brennt lichterloh. Es brennt für Gott und die Menschen.

In einem der Gebete der Messfeier am heutigen Festtag heißt es: Bilde unser Herz nach Deinem Herzen!

Eine gute Bitte.

Stefan Keller

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Was brauche ich eigentlich, um den Tag zu bestehen?

Menschliche Nähe, Kontakt, Beziehung.

Ein Dach über dem Kopf. Und etwas zu essen auf dem Tisch.

Frieden und Sicherheit.

Arbeit und gerechten Lohn.

Eine Perspektive für die Zukunft.

Eine persönliche Geschichte, mit der ich versöhnt bin.

Und Gott?

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Das ist ein echter Narzisst! Der kennt nur sich und seine eigenen Interessen. Der ist völlig gefühllos und sein Lächeln ist nur schöner Schein. Er kann (sich) großartig verkaufen und hat von Teamarbeit keine Ahnung, obwohl er sie über den Klee lobt. Er braucht das Rampenlicht und den Applaus. Wenn irgendwo eine Kamera auftaucht steht er lächelnd im Bild und in jedes Mikrophon kann er wohlformulierte Worte sprechen.

Das ist ein echter Narzisst!

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Ich war noch nie ein guter Sportler. Ball- und Mannschaftspiele – ok, aber Leichtathletik, Hochsprung – das war nicht mein Ding. Ich habe ganz schnell die Latte gerissen und war raus. In Folge musste ich an der Seitenlinie warten und zusehen, wie die anderen über immer höhere Latten sprangen.

Jesus legt mit seinen Forderungen in der Bergpredigt die Latte ganz schön hoch. – Seit einer Woche wird diese lange Rede im Matthäusevangelium abschnittsweise in den Gottesdiensten vorgelesen.

Von wegen Auge und Auge, Zahn um Zahn. Das war ja schon ein großer Fortschritt in der Rechtsgeschichte. Vergeltung und Rache war vorher maßlos. Wer dem anderen eine Ziege gestohlen hatte durfte sich nicht wundern, wenn der Bestohlene sich seine Ziege zurückholt und alle anderen Ziegen gleich mitnimmt. Für eine Ziege nur eine Ziege, für ein Auge nur ein Auge.