Foto: Gerd Wittka | www.pixelio.de
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„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“

 

Fassungslos – erstarrt – verträumt - fasziniert – begeistert – interessiert – entrückt – gedankenlos – verpeilt …

Welchen Eindruck hatten wohl die beiden Männer in weißen Gewändern, als sie die Apostel so da stehen sahen? Jesus fährt in den Himmel auf und seine Freunde gucken ihm hinterher.

Die Frage deutet eher an, dass die Apostel ratlos sind. Und das führt im Moment dazu, dass sie nichts tun, als in den Himmel zu starren.

So kann es einem gehen, wenn etwas Verstörendes passiert. Wenn man schockiert ist. Oder traurig. Aber das taugt auf Dauer nicht: erstarren, blicklos blicken, nichts tun.

Die Evangelien weisen im Zusammenhang der Himmelfahrt Jesu darauf hin, dass er ihnen einen Auftrag gibt: geht in alle Welt und verkündet Jesus, tauft die Menschen auf seinen Namen.

Macht etwas. Kommt aus eurer Erstarrung heraus. Schaut nicht einfach nur in die weißen Wolken, sondern seht nach links und rechts, auf den Menschen neben dir. Kommt zurück in den Alltag. Nehmt den Faden wieder auf. Lebt und handelt, wie Jesus es getan hat.

Manchmal braucht es so eine Frage, wenn scheinbar nichts mehr geht. Eine Frage, die einen weckt, die die Erstarrung löst, die den Blick zurück auf die Erde holt.

Stefan Keller

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