"Wir hätten gerne den Marienaltar für unsere Pfarrkirche!"
"Nein," sagt der Pfarrer von Nieukerk, "den bekommt ihr nicht. Ihr könnt den alten Taufstein mitnehmen. Damit muss es gut sein."

So könnte es im 15. Jahrhundert gewesen sein, als die Zahl der Katholiken in Sevelen so groß geworden war, dass sie ihre eigene Kirche einrichten und ausgestalten konnten. Ihre "Mutterkirche" Nieukerk sollte ein wenig dazu beitragen; die Sevelner damals hätten gerne den Marienaltar aus Nieukerk in die Sevelner Kirche übertragen.
Dem Pfarrer war das nicht recht; er hatte eine alten Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, den er gerne mitgeben wollte.

Und so haben wir heute in St. Antonius Sevelen einen Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, der in den letzten Monaten von einem Restaurator aufgearbeitet worden ist. In Absprache mit dem Kunstsachverständigen des Bistums Münster, Dr. Karrenbrock, wurde unter die alte Schale eine neue Stele gesetzt, die aus Sandstein gefertigt wurde.

Am 15. Dezember ist der Taufstein im rechten Seitenschiff vor den Barockfiguren der Gottesmutter Maria und des Hl. Josef wieder aufgestellt worden.

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