Am Sonntag den 06.10.24 fand der Familiengottesdienst zum Thema "Erntedank" an einer etwas ungewöhnlichen Stelle statt. Mitten auf einer Schafswiese. Nicht nur denn ca. 100 Kindern und Erwachsenen hat der Gottesdienst gefallen. Auch die Schafe haben sich unabhaltbar über die Gaben Gottes gefreut.
Der Mensch ist ein Beziehungswesen – das ganze Leben ist auf Beziehung ausgerichtet: Freundschaftsbeziehungen, Beziehungen innerhalb der Familie, im Beruf, Bekanntenkreis, der Nachbarschaft, zur Partnerin oder Partner. Beziehungen bieten Abwechslung und Vielfalt. Wenn sie gut sind, sind sie oft sinnstiftend und erfüllend.
Die Beziehung, mit der ich mich seit nunmehr fünf Jahren intensiv beschäftige, ist meine Beziehung zu Gott – und damit gleichzeitig zu meiner und meinem Nächsten, zu meiner Umwelt und auch zu mir selbst. Ach ja: Ich heiße Martin Deckers, bin 44 Jahre alt, komme aus und lebe in Sevelen.
Seit 2019 gehöre ich zum Diakonatsbewerberkreis im Bistum Münster und bereite mich auf die Weihe zum ständigen Diakon mit Zivilberuf vor. Also einem Ehrenamt mit göttlichem Segen und bischöflichen Auftrag, könnte man salopp sagen. Diese ausführliche und nicht selten auch herausfordernde Reise der Vorbereitung, erlebe ich gleichzeitig als Wachstum und vielfältige Bereicherung, die mich tiefer mit den anfangs noch sehr sperrigen Begriffen „Berufung“ und „Nachfolge“ auseinandersetzen lassen haben und mir letztendlich das Signal gesendet haben: „Ja, das ist der Weg, der für dich vorgesehen ist. Und das ist gut so.“
Mitten in meinen Vierzigern stehe ich damit nun an einem Wendepunkt in meinem Leben, denn zusätzlich zu meinem Beruf und meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten, habe ich mich dazu entschlossen, einen weiteren Weg zu beschreiten – einen Weg des Dienstes und der Hingabe, den das Diakonat letzten Endes bedeutet.
"Gepriesen bist Du, HERR, unser Gott, Schöpfer der Welt, Du schenkst uns das Brot und den Wein, sie sind Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot und diesen Wein vor den Angesicht, damit sie uns zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heiles werden. Gepriesen bist du in Ewigkeit, HERR, unser Gott."
(vgl. Messbuch, S. 344) Foto: St.Keller - Erntegaben in St. Nikolaus, Issum
Mein Name ist Nicole Rohlof-Hox und ich habe am 01. September die Verbundleitung der kath. Kindertageseinrichtungen St. Nikolaus, St. Antonius in Issum und Sevelen und zusätzlich St. Marien und Maria Goretti Wachtendonk und Wankum, im trägerübergreifenden Verbund der Pfarreien St. Anna, Issum-Sevelen und St. Marien, Wachtendonk-Wankum-Herongen, übernommen.
Als Verbundleitung bin ich zwischen der Ebene der Pfarrei als Träger der Kindertageseinrichtungen und den Einrichtungsleitungen angesiedelt und nehme sowohl Leitungs- als auch Trägeraufgaben wahr.
Die Leitung der Kindertageseinrichtungen einer Gemeinde zu bündeln, ist keine neue Erfindung.
Mit Blick auf die Gemeindefusionen hat das Bistum Münster diese Vorgehensweise gefördert.
Zu meinen Aufgaben als Verbundleitung gehören u.a. Personalführung, Fach- und Dienstaufsicht, Verwaltungsaufgaben sowie die pädagogische Weiterentwicklung der KiTas.
Ich sehe mich in meiner Arbeit als Bindeglied zwischen Kirchengemeinde, Seelsorgeteam, Personal, Kindern und Eltern der vier katholischen Kindertageseinrichtungen.
Entlastet werden nicht nur die einzelnen Kindergartenleitungen durch das Verbundsystem.
Auch die Ehrenamtlichen der Gemeinde, die sich intensiv um die Belange der Kindertageseinrichtungen gekümmert haben, können ihr Engagement etwas zurückschrauben.
In den ersten Tagen durfte ich einige Menschen und Gegebenheiten unserer Gemeinde kennenlernen und bin bis jetzt mit offenen Armen empfangen worden. Dafür danke ich herzlich!
Für die kommende Zeit wünsche ich mir viele weitere solcher großartigen zwischenmenschlichen Begegnungen und bin auf jede einzelne Erfahrung gespannt.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den KiTas und den Menschen in Issum, Sevelen, Wachtendonk und Wankum und stehe für persönliche Begegnungen und Gespräche gerne zur Verfügung.
Meinen Arbeitsplatz habe ich überwiegend im Pfarrheim der Pfarrei St. Anna Issum-Sevelen, Marienstraße 21a, Telefon: 0173-2574920.
Vielleicht sehen wir uns…
Gott, ich weiß, es kann viel Gutes entstehen. Darauf freue ich mich. Egal, ob es anfangs vielleicht schwer sein mag neue Wege zu gehen. Evtl. sogar Altes oder Bewährtes loszulassen und Neues zuzulassen. Ich vertraue auf meinem Weg darauf, dass DU immer bei mir bist. Amen
Auf eine gute Zusammenarbeit! Bis dahin wünsche ich uns allen alles Gute!
7. Rundbrief von Amarins Reidenbach, MaZ in Cebula, Philippinen
Liebe Leute!
In der fanatischen Konfrontation mit meinem eigenen Genie, die ich hier täglich erlebe, darf ich die Kraft der nachhaltigen und bewussten Arbeit des Kollektivs nicht vergessen. Hier in Balay Samaritano bin ich alles andere als die Chefin. Ich bin keine Managerin, keine Köchin, keine Sozialarbeiterin, keine Nonne, ich bin einfach Amarins. Amarins, ein Freiwillige aus den Niederlanden. Manchmal wünschte ich, ich wäre hier die Chefin. Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass ich alles besser weiß. Was natürlich NICHT der Fall ist. Ich bin jetzt seit 8 Monaten auf den Philippinen und spüre immer noch täglich Hindernisse bei den Dingen, die ich gerne tun würde. Dinge wie: 'Tu es nicht, Amarins, du wirst dich schmutzig machen' oder 'Ich mache es, das ist zu gefährlich' oder 'nein, das ist nicht nötig, es ist zu kompliziert'. Ich weiß, dass das alles gut gemeint ist, aber trotzdem kriege ich manchmal eine kleine Krise. In einem Rundbrief vor einigen Monaten habe ich beschrieben, dass ich hier bin, um mit zu beten, zu leben und zu arbeiten. Aber jetzt, da ich das Projekt und vor allem die Kinder besser kennen gelernt habe, habe ich das Gefühl, dass nit Beten, Leben und Arbeiten nicht ausreicht. Das Bedürfnis, ein wenig mehr Verantwortung zu tragen oder etwas mehr spezifische Aufgaben zu übernehmen, ist groß. Dieses Gefühl, das mich derzeit umtreibt, ist nahe an einem bestehenden Konzept. Und ich muss sehr aufpassen, dass ich nicht in diese Rolle verfalle.
Der Issumer Thron 2024 - aufgenommen nach dem Vogelschießen am 24.08.2024
Am Sonntag, 25. August fand im Rathauspark in Issum das diesjährige Vogelschießen der beiden Issumer Bruderschaften an.
Neuer Issumer Schützenkönig ist Joshua Jäschke, der mit dem 80. Schuss den Vogel von der Stange holte. Seine Königin ist seine Ehefrau Anabel. Seine Minster sind Marius Delbeck mit Hofdame Laura Schurmann und Simon Hillejan mit Hofdame Sarah Peters.
Prinz der St. Katharinabruderschaft ist Ben Mager, seine Minister sind Joel Yücel und Ben Hoppe.
Ein wunderschöner Bergahorn ... viele Jahrzehnte stand er neben dem Pfarrhaus in der Neustraße.
Bei einer Begehung wegen Totholz in der Baumkrone machte der Baumpfleger auf Pilze im unteren Teil des Baumstamms aufmerksam. Er wies darauf hin, dass die außen sichtbaren Pilze im Inneren des Baumes schon seit langem wirksam sind und dafür sorgen, dass sich im Baumstamm große Hohlräume bilden. Zudem führen Pilze dazu, dass sich im unteren Bereich des Stammes große Teile der Rinde lösen.
Auch wenn der Blick in die Baumkrone viele grüne Blätter zeigt, der Baum ist massiv geschädigt und in seiner Standfestigkeit beeinträchtigt.
Deshalb mussten wir die Entscheidung treffen, den Baum fällen zu lassen.
Im Herbst diesen Jahres werden auf dem Grundstück neue Bäume gepflanzt, die dann hoffentlich auch eine jahrzehntelange Zeit vor sich haben.
6. Rundbrief von Amarins Reidenbach, MaZ in Cebula, Philippinen
Hallo ihr Lieben,
Wir haben noch genau einen Tag Februar, ich komme also gerade noch rechtzeitig!!! Ich wiederhole mich ständig, aber die Zeit vergeht wie im Flug. Der Februar war voll Aktivitäten und Ausflügen. Ich glaube, ich hatte in diesem Monat jeden Tag etwas zu tun, bis letzten Sonntag, denn da bin ich zum ersten Mal krank geworden. Seit Sonntag liege ich mit Fieber und einer Mandelentzündung im Bett. Mir ist mega langweilig und das passt mir eigentlich alles gar nicht. Aber zum Glück geht es mir seit heute viel besser und ich habe endlich Zeit, meinen Rundbrief zu schreiben. Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll, weil so viel passiert ist.
Am ersten Februarwochenende war ich zu einer "House blessing" des Bruders eines Freundes eingeladen. Das war übrigens in Jagna, auf der Insel Bohol. Irgendwo ganz tief in den Bergwäldern von Jagna lag ein kleines, aber wunderschönes und super gastfreundliches Dorf, in dem meiner Erfahrung nach nur ihre Familie lebte. Denn an jedem Haus, an dem wir vorbeikamen, erzählte uns Ate Ann (meine Freundin), dass entweder ihr Onkel, ihre Tante, ihre Nichte oder ihr Neffe usw. in diesem Haus wohnten. Ich schlief bei einer ihrer Tanten, denn im Haus von Ate Anns Eltern waren bereits alle Zimmer belegt. Ate Anns Tante war sehr nett und hatte 20 Jahre lang in Saudi-Arabien gearbeitet, deswegen konnte ich mich ein weinig mit ihr auf English unterhalten. Aber an dem Wochenende habe ich viel Visaya gelernt. Ich fand es anfangs ziemlich aufregend, weil ich Visaya nicht sehr gut kann und die Leute zwar super gastfreundlich, aber auch ein bisschen schüchtern sind. Aber nach der "House Blessing" (das ist ein Ritual, das die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung vor Unglück schützen soll) hatte ich eine Gruppe von Onkeln gefunden, die mir selbstgemachten Kokosnusssaft angeboten haben. Er schmeckte zwar nicht wirklich, aber ich hatte neue Freunde gefunden, also musste ich auch diesen Saft trinken. Nach 8 Gläsern hatte ich dann auch genug und fühlte mich ein bisschen Schwindelig. Stellte sich heraus das war ja gar kein Saft, sondern eine Art Wein. Dieser Kokosnusssaft wird so lange unter der Erde vergraben, bis er zu Wein wird. Naja, wenigstens hatte ich ein bisschen mehr Mut für die nächste Aktivität, denn es war Zeit für das nationale hobby......karaoke. Und nach drei Durchgängen war ich wirklich an der Reihe. Nach dem Karaoke wurde getanzt und die Großeltern warfen mit Münzen nach uns. Ich weiß nicht genau, was für eine Tradition das ist, aber ich fand es lustig. Ich habe ganze 4 Pesos (weniger als 10 Cents) verdient. Nach all dem Saft, den ich getrunken habe, der Karaoke-Session und den Tänzen war niemand mehr schüchtern und es war wirklich ein super lustiger Tag. Als alle Onkel und Cousins aufgerufen wurden, um Motorradtaxi zu spielen, dachte ich, wir würden nach Hause fahren und schlafen gehn. ABER NEIN! Irgendwo in diesem kleinen Dorf fand an diesem Abend ein Dorffest statt. Dort musste ich natürlich wieder alles Mögliche essen und trinken und noch viel mehr tanzen. Gefühlt habe ich mit dem ganzen Dorf getanzt und irgendwann um 1 Uhr nachts hat mich einer dieser Onkel nach Hause gebracht. Gott sei Dank, denn ich konnte es wirklich. Am nächsten Morgen kitzelte mir eine kleine Nichte schon um 6 Uhr an den Füßen, denn es war Zeit für das Frühstück. Nach dem Frühstück fuhren Ate Ann, ihre Schwester, drei Brüder, zwei Cousins, ihr Vater, Carmen und ich ein wenig mit den Motorrädern über die Insel, wo wir einen schönen Wasserfall sahen und ein herrliches Picknick machten. Bevor wir nach Hause fuhren, bekam ich noch eine Einladung zur nächsten Hochzeit im Dorf. Und da ich nun offiziell zur Familie gehöre, war es keine Option, nicht zu kommen. Ich kann nur sagen, dass es eine einzigartige und besondere Erfahrung war, die ich mit euch teilen wollte.
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