Tagesimpuls | 26.04.2020

Kennen sie die Geschichte von Winnetou und Old Shatterhand? Die Bücher von Karl May sind legendär. Auch die Filme. Dabei ist die Ausgangslage der beiden echt schwer. Winnetou der Häuptling der Apachen. Ein starkes Indianervolk. Mit einer alten Tradition. Old Shatterhand kommt als Arbeiter in den Westen. Er soll die Eisenbahnlinie vermessen – die ausgerechnet durch das Land der Apachen geht. Die Apachen möchten diesen Bau aber nicht. Es kommt zum Streit, bei dem Winnetou verhaftet wird. Old Shatterhand befreit ihn. Behält zum Beweis eine kleine Kette von Winnetou. Später gerät Old Shatterhand in die Hände der Apachen. Soll sterben. Er zeigt dem Häuptling die Kette. Bekommt dadurch eine faire Chance sein Leben zu retten. Danach schließen die beiden Freundschaft. Aber nicht einfach nur so. Die beiden werden Blutsbrüder. Schneiden sich eine Wunde in den Arm, dass es blutet. Legen die Arme übereinander, damit sich das Blut vermischt. Zur damaligen Zeit eine ganz große Sache. Danach sind die beiden durch dick und dünn gegangen.



Friede, Freude, Eierkuchen. Diesen Spruch dürften die Meisten wahrscheinlich kennen. Er besagt: Alles ist gut. Alles bestens. Es gibt keinen Konflikt. Die Welt ist in Ordnung. Alle haben sich ganz doll lieb. Kommen gut miteinander aus. Wunschvorstellung? In der heutigen Lesung (





„Ja bitte?“

"Über allen Gipfeln ist Ruh'."
Der heutige Tag ist ein trauriger für uns Christen. Jesus, der uns gestern ein großes Geschenk hinterlassen hat, muss seinen schweren Weg gehen. Er wird verurteilt und muss sein Kreuz bis nach Golgotha tragen. Das Kreuz, an dem er selbst sterben wird. Das Kreuz ist aber nicht nur für Jesus ein Leidenssymbol. Wenn ich an mein eigenes Leben denke sind auch dort Kreuze zu finden. Jeder von uns hat jetzt vielleicht die ein oder andere Situation vor Augen wo er sagt: „Das war für mich ein richtiger Kreuzweg. Eine schwere Situation, dich selbst nicht noch einmal erleben möchte.“ Mein schwerster Kreuzweg war der plötzliche Tod eines guten Freundes. Ich war 20 Jahre alt, als mich ein anderer Freund informierte, dass Sebastian tot ist. Ich konnte es erst nicht glauben, dass Sebastian ein sehr guter Autofahrer war. Und er soll bei einem Autounfall gestorben sein? Schwer vorstellbar für mich. Etwas das lange mitgegangen ist. Die Zeit danach war für mich ein echter Kreuzweg. Die Frage nach dem Warum, ist bis heute nicht beantwortet – wird sie auch in diesem Leben nicht mehr.


Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche begonnen. Die Woche, die wir als Heilige Woche bezeichnen, denn sie könnte gegensätzlicher nicht sein: An Karfreitag gedenken wir dem Tod und an Ostern dem Leben.